Nina Koynova, General Manager bei Lean Digital Solutions/ Blended Leading, war Referentin im Panel „LEADERSHIP AND ORGANIZATIONAL CHANGES MANAGEMENT“
Was passiert, wenn Führungswissenschaft auf KI-Technologien trifft?
Bei Blended Leading ist diese Frage nicht nur theoretischer Natur, denn sie bildet das Fundament unseres Produkts. Diesen November präsentierte unser Team dieses Fundament der internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft und stellte originäre Forschungsergebnisse vor, die das Kompetenzmodell für Führung validieren, welches die KI-gestützte Entwicklungs-Engine von Blended Leading antreibt. Während unseres Panels berichteten wir, wie wissenschaftliche Validierung Feedback, offene Kommentare und reale Daten in aussagekräftige und personalisierte Anleitungen für Führungskräfte verwandelt.
Sofia, 29. November 2025
Blended Leading wurde auf der Internationalen wissenschaftlichen Konferenz „Leadership and Organisation Development“ vorgestellt, die am 28. und 29. November 2025 in Sofia stattfand. Die Veranstaltung, organisiert vom Zentrum für Führung und Organisationsentwicklung am Lehrstuhl für Sozial-, Organisations-, klinische und pädagogische Psychologie der Philosophischen Fakultät der Universität Sofia „St. Kliment Ohridski“ und der Vereinigung der Psychologen in Bulgarien, brachte führende Akademiker und Praktiker aus den Bereichen Organisationspsychologie, Personalwesen, Führungskräfteentwicklung und der Zukunft der Arbeit zusammen.
Unser Panel-Beitrag, vorgetragen von Nina Koynova (Lean Digital Solutions EOOD) und Nikolay Nikolov (Prometriks Ltd.), konzentrierte sich auf eine Kernkomponente des Blended Leading-Projekts:*
Validierung eines generischen Modells für Führungskompetenzen

Warum wir teilgenommen haben
Blended Leading basiert auf der Überzeugung, dass moderne Führungskräfteentwicklung wissenschaftlich fundiert, datengesteuert und tief kontextualisiert sein muss. Als Teil unseres von Next Generation EU finanzierten Projekts („Embedded Blended Leadership Environment“, № BG-RRP-2.006-0013-C02) entwickeln wir ein KI-gestütztes System, das Führungskräfte direkt in Microsoft Teams durch personalisierte Impulse (Nudges), Feedback-Interpretation und gezielte Mikro-Entwicklung unterstützt.
Um sicherzustellen, dass dieses System über Branchen, Kulturen und Organisationskontexte hinweg zuverlässig funktioniert, benötigten wir ein streng validiertes, universelles Führungskompetenzmodell, das als Grundlage für unsere KI-Architektur dienen kann.
Unsere akademische Teilnahme war ein wichtiger Schritt bei der Validierung des Führungskompetenzmodells im Rahmen einer wissenschaftlichen Veranstaltung. Darauf folgt die Veröffentlichung einer Forschungsarbeit in der Fachzeitschrift „Leadership and Organizational Development“ des Universitätsverlags „St. Kliment Ohridski“.
Wissenschaft als Kern von Blended Leading
Die Validierung des generischen Führungskompetenzmodells basierte auf einem empirischen Datensatz, um die praktische Relevanz zu gewährleisten. Das Modell integriert 40 grundlegende Führungskompetenzen, die jeweils zentrale Verhaltenserwartungen repräsentieren, die aus umfangreicher Literatur abgeleitet und an zeitgemäße Managementanforderungen angepasst wurden. Die Validierung erfolgte anhand einer vielfältigen Stichprobe von 5.002 Einzelbewertungen von 669 Führungskräften aus 14 Organisationen, darunter Unternehmen verschiedener Branchen, eine Privatschule und eine Institution des öffentlichen Sektors. Dieser breite und heterogene Datensatz bestätigte die universelle Anwendbarkeit des Modells und zeigte, dass die Kompetenzen über Sektoren, Kulturen und Organisationskontexte hinweg eine konsistente Bedeutung und Vorhersagekraft besitzen.
Der Prozess begann mit Tiefeninterviews mit 10 Experten für Personalentwicklung, gefolgt von einer Pilotstudie in fünf Organisationen (drei Unternehmen, eine Privatschule und eine öffentliche Institution), wodurch das Modell in verschiedenen realen Kontexten getestet werden konnte. Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen wurde der ursprüngliche Satz von 48 Kompetenzen auf 40 gestrafft, wobei die Klarheit und Präzision der Verhaltensindikatoren erheblich verbessert wurde.

Unsere Präsentation skizzierte einen mehrstufigen Validierungsprozess, der eine fundierte akademische Überprüfung mit einer groß angelegten empirischen Analyse kombinierte:
- Eine systematische Literaturrecherche von über 1.700 wissenschaftlichen Publikationen aus Jahrzehnten der Forschung in der Führungs- und Organisationspsychologie.
- Integration grundlegender Kompetenztheorien (aufbauend auf Modellen von Borman & Brush, Tett et al. und anderen).
- Quantitative Analysen, die Folgendes bestätigten:
- Die Ein-Faktor-Struktur der Führungskompetenz ist statistisch robust und replizierbar;
- die 40 Führungskompetenzbereiche tragen zuverlässig zur Gesamteffektivität bei;
- moderne Fähigkeiten wie digitale Führung, KI-Einführung, virtuelles Teammanagement, agile Führung und Matrix-Führung stärken die Vorhersagekraft des Modells, ohne dessen grundlegende Struktur zu verändern.
Diese fundierte wissenschaftliche Basis bedeutet, dass die KI-Agenten von Blended Leading nicht einfach nur Vorschläge generieren. Sie interpretieren Führungsverhalten durch eine validierte psychologische Brille. Auf diese Weise erhalten Führungskräfte eine Anleitung, die sowohl empirisch verankert als auch kontextbewusst ist.
Wie das Kompetenzmodell die Blended Leading-Plattform antreibt
Hier erfahren Sie, warum Blended Leading mehr als eine Führungs-App ist, sondern eine datengesteuerte Entwicklungs-Engine.
| Kontextuelle Intelligenz | Blended Leading nutzt mehrere Datenquellen des Unternehmens (einschließlich 360-Grad-Feedback-Berichten, psychometrischen Tests und unstrukturiertem Text) und wendet dann das validierte Kompetenzmodell an, um Erkenntnisse zu interpretieren und zu priorisieren. |
| Unsere KI-Agenten werden auf Basis Ihrer Organisations-DNA trainiert | Die Plattform trainiert ihre KI-Modelle mit den eigenen Werten und der Kompetenzsprache jeder Organisation, sodass sich die Impulse (Nudges) natürlich, relevant und umsetzbar anfühlen, anstatt generisch zu sein. |
| Personalisierte Impulse im täglichen Arbeitsablauf | Führungskräfte erhalten kurze, gezielte Empfehlungen, die ihnen helfen, spezifische Verhaltensweisen in Echtzeit zu üben – genau dort, wo sie kommunizieren und Entscheidungen treffen. Dies unterstützt eine kontinuierliche Entwicklung anstelle von verzögertem, abstraktem Feedback. |
| Aussagekräftige Wirkung in großem Maßstab | Durch die Einbettung evidenzbasierter Erkenntnisse in die tägliche Routine hilft Blended Leading HR- und L&D-Teams, die Entwicklung über große Führungspopulationen hinweg zu skalieren, ohne interne Coaches oder Mentoren zu überfordern. |
Selbst die fortschrittlichsten KI-Tools müssen auf validierter Wissenschaft basieren. Deshalb konzentrierte sich unsere Forschung darauf, sicherzustellen, dass das zugrunde liegende Kompetenzmodell von Blended Leading empirisch belegt ist.
Ausblick
Die Teilnahme an der Konferenz „Leadership and Organisation Development“ bestärkt uns in unserem Engagement für evidenzbasierte Innovation. Während wir Blended Leading weiter verbessern, werden wir weitere Ergebnisse veröffentlichen und Sie über die nächsten Phasen unserer Forschungsarbeit auf dem Laufenden halten.
*Teil des Blended Leading-Projekts „Embedded Blended Leadership Environment“, finanziert durch Next Generation EU im Rahmen des Nationalen Aufbau- und Resilienzplans (NRRP) № BG-RRP-2.006-0013-C02
